Die Gemeindehalle Straßdorf wurde 1954 errichtet. Mit einer Hallengröße von ca. 20 x 12 m und einer Höhe von ca. 5,5 m wird sie als Sport- und Mehrzweckhalle genutzt. Die Beheizung der Gemeindehalle erfolgt bisher durch einen einzelnen Warmluftheizer, der im Bereich der Bühne untergebracht ist. Einzelne Abluftventilatoren entlüften die Gemeindehalle. Die Nebenräume werden über konventionelle Heizkörper beheizt. Der jährliche Heizenergieverbrauch liegt im Durchschnitt bei ca. 110 MWh/a, der Stromverbrauch beträgt durchschnittlich 15 MWh/a.
Das Ziel der Stadtverwaltung ist es, ein neues Konzept zur Beheizung als auch Be- und Entlüftung der Gemeindehalle zu entwickeln. Mit dieser Maßnahme soll sowohl der Strom- als auch Heizenergieverbrauch reduziert werden. Das Konzept wurde beim Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit als förderwürdig eingestuft. Die Stadt erhält 25% der förderfähigen Investitionssumme als Zuwendung.
Das Konzept sieht vor, die bisherige Luftheizung als solche nicht mehr zu betreiben. Der bestehende Lufterhitzer wird demontiert. Die Anlage wird ersetzt durch eine separate Heizungsanlage und eine Lüftungsanlage.
Die Beheizung der Halle im Sportbetrieb soll mit Deckenstrahlplatten erfolgen, die sichtbar unter der Hallendecke montiert werden. Die Beheizung mit Deckenstrahlplatten ist der Beheizung mit konventionellen Heizkörpern vorzuziehen, da durch den Strahlungsanteil die Raumtemperatur reduziert werden kann. Die Wärmeverluste sind deutlich geringer, als bei der Beheizung mit Konvektoren. Der hohe Strahlungsanteil ermöglicht ein angenehmes Raumklima. Die Deckenstrahlplatten werden zwischen die bestehenden Balken montiert.
Für den Veranstaltungsbetrieb wird gem. der geltenden Versammlungsstättenrichtlinie Baden Württemberg eine Be- und Entlüftung der Gemeindehalle erforderlich. Dieser Forderung wird durch die Installation einer Zu- und Abluftanlage mit Wärmerückgewinnung Rechnung getragen.
Zu- und Abluftleitungen werden auf der Decke der Halle im Dachgeschoß verlegt. In der Halle werden Drallauslässe für die Zuluft montiert. In der Abluft werden aus optischen Gründen ebenfalls Drallauslässe eingebaut. Die Ventilatoren werden über Frequenzumrichter drehzahlgeregelt und können damit auf die unterschiedlichen Anforderungen angepasst betrieben werden. Mit der Temperatur, Luftqualität und Zeit können weitere Parameter geregelt werden.
Die Umsetzung der vorgenannten Maßnahmen erfordert die Demontage des vorhandenen Gerätes im Bühnenbereich. Die neue Lüfterzentrale ist im Dachraum vorgesehen. Ausgehend vom Gerätestandort müssen Be- und Entlüftungskanäle verlegt sowie Zu- und Abluftauslässe neu geschaffen werden, da sie für das bisherige System nicht benötigt wurden. Die notwendigen Steuer- und Regelungskomponenten werden im Technikraum installiert.
Für die Hallenbeheizung sind 6 Deckenstrahlplatten mit einer Länge von ca. 15 m vorgesehen. Sie werden sichtbar zwischen die Deckenbalken verlegt. Der Heizungsanschluss erfolgt unsichtbar aus dem Dachgeschoß.
Mit der Umsetzung des Konzeptes reduziert sich der Stromverbrauch in der Gemeindehalle um 73%. Insgesamt kostet die Sanierung der Lüftungsanlage rd. 75 T€, davon sind ca. 23 T€ förderfähig, die durch das Bundesministerium mit 25% gefördert werden.
Sanierung der Lüftungsanlage in der Gemeindehalle Straßdorf
Jurastr.
73529 Schwäbisch Gmünd Straßdorf
Laufzeit: 1.9.2009 – 31.12.2009
Beteiligte Partner:
Bauherr:
Stadt Schwäbisch Gmünd (Hochbauamt)
Planung und Bauüberwachung:
Herp Ingenieure GmbH&Co. KG
Brühlstr. 41
73084 Salach
Ausführung:
ESW Luft- und Klimatechnik GmbH
Lindenstr. 37
73479 Ellwangen
Förderkennzeichen: 03KS0161
Weitere Informationen zum Förderprogramm finden Sie auf der Seite des
Projektträger Jülich (PtJ)
Geschäftsbereich Erneuerbare Energien (EEN)