Schwäbisch Gmünd, 2009

Integration

Die Geschichte der Zuwanderung in Deutschland reicht bis ins Kaiserreich zurück, in dem es bereits Wanderarbeiter gab. Diese Tradition der Wander- oder später Gastarbeiter hat sich in Deutschland bis in die 70-er Jahre fortgesetzt. Nach dem 1973 verhängten Anwerbestopp wandelte sich die Gastarbeiterbewegung zu einer dauerhaften Einwanderung um.

Heute ist es unumstritten, dass Deutschland ein Einwanderungsland ist und dass unsere Gesellschaft die Zuwanderung braucht. In diesem Kontext wird immer wieder über die Integration der Migranten diskutiert. Bislang ist jedoch unklar, was Integration genau bedeutet, wer dafür verantwortlich ist und wer sich in welche Richtung integrieren soll.

Integration vollzieht sich vor Ort in den Kommunen, in den Begegnungen des täglichen Lebens. Deshalb ist die Gestaltung der Integration eine dauerhafte politische und gesellschaftliche Zukunftsaufgabe auf kommunaler Ebene, welche dem friedlichen Zusammenleben der Kulturen in Schwäbisch Gmünd dient. Zudem ist Integration ein wechselseitiger Prozess, in dem sich beide Seiten, die Migranten und die Aufnahmegesellschaft, gegenseitig öffnen und aufeinander zugehen müssen. Dies bedeutet, dass auf beiden Seiten ein Wille zur Integration vorhanden sein muss.

Die Stadt Schwäbisch Gmünd hat sich bereits vor vielen Jahren dieser Aufgabe angenommen und einen Ausländer- bzw. einen Integrationsbeirat eingerichtet. Um die Integrationspolitik und die Integrationsarbeit in der Stadt besser bündeln und steuern zu können, wurde ein umfassendes Integrationskonzept für Schwäbisch Gmünd erarbeitet.

 
 

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